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Mit Holz gestalten

Kategorie-Archiv: Robinie

Pflege der Terrasse im Sommer

Genau wie bei Ihren Pflanzen braucht Ihre Terrasse im Sommer auch etwas Zuwendung. Bei langen Trockenphasen schwindet die Restfeuchte des Deckbelages sehr stark und es können sich Risse 20160519_144551auf der Oberfläche bilden. Machen Sie sich hier keine Sorgen, diese Rissbildung ist bei feuchter Wetterlage wieder rückläufig.

 

Tipp:

Beim täglichen Bewässern des Gartens und Ihrer Pflanzen, wässern Sie doch einfach mal Ihre Terrasse mit. Dies klingt evtl. verwirrend, doch was die Sonne Ihrer Terrasse an Feuchtigkeit entzieht, können Sie so zurückgeben und eine weitere Rissbildung vorbeugen. Also gießen Sie doch einfach bei der täglichen Pflanzenbewässerung Ihre Terrasse mit.

Um eine Austrocknung der Terrassenoberfläche im Sommer zu vermeiden, pflegen Sie sie bereits schon im Frühjahr mit entsprechendem Holzschutz oder Öl. Wir empfehlen ein Holzpflegeöl auf Lösemittelbasis welches tief ins Holz eindringt. So schützen Sie die Terrasse auch gleichzeitig gegen Pilze, Bläue und Fäule. Zu beachten ist hier, daß der Auftrag unbedingt auf trockener Oberfläche stattfinden muss. Pflegeöle gibt es in verschiedenen Farbtönen, je dunkler der Ton, desto höher ist der Schutz gegen UV-Einstrahlung.

Für eine bequeme Arbeitshaltung empfiehlt sich das Auftragen des Öles mit einem Schrubber

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Robinie als Terrassenbelag

Wie bei jedem Holz für den Terrassenbau, gibt es Vor- und Nachteile, die auch die Robinie aufweist.

Klarer Vorteil der Robinie ist die Haltbarkeit. Als Terrassenbelag mit voller Bewitterung hält der Deckbelag ca. 25 Jahre und mehr auch ohne eine jährlichen Auftrag eines Pflegemittels bzw. eines Holzöles. Nach dem Aufbau sollte jede Terrasse mit einem Grundschutz vor Fäule, Pilzen und Bläue behandelt werden.

Die Robinie ist eines der härtesten in Deutschland heranwachsenden Holzarten. Nur einige wenige Firmen in Deutschland bearbeiten dieses Holz. Aufgrund der Festigkeit und verschiedener Holzeigenschaften, wie Einschnitt, Trocknung und Qualitätsaushaltung wird dieses Holz nur von wenigen zu Produkten verarbeitet.

Beim Kauf von Terrassendielen sollte beachtet werden, daß diese vorgetrocknet sind und eine Restholzfeuchte von ca. 15% aufweist. „Feuchte“ Terrassenprofile zu montieren hat den Nachteil, daß bei erster Sonneneinstrahlung ein starkes Schwinden und erhöhtes Drehen der Profile eintreten kann.

Um in diesem Beitrag alle wichtigen Aspekte aufzuweisen, kommen wir nun auch zu den Nachteilen der Robinie. Robinie ist ein gerbsäurehaltiges Holz. Nach dem Aufbau der Terrasse und dem ersten einsetzenden Regen, kann es anfänglich dazu kommen, daß Holzlohe ausgespült wird. Dies ist ein ganz natürlicher Vorgang gerbsäurehaltiger Hölzer. Sollte es hierbei zu Verschmutzungen angrenzender Bauteile kommen, können diese mit einem speziellen Reiniger entfernt werden. Auch andere Hölzer wie Kastanie und Bangkirai schwemmen diese rötliche / bräunliche Flüssigkeit aus. Dies lässt jedoch nach. Der Auftrag einer und Hirnholzschutz an den Stirnseiten kann dies reduzieren.P1050198

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Nachhaltigkeit bei der Robinie aus Deutschland. Im Gegensatz zu Hölzern aus dem Ausland wie beispielsweise Tropenhölzern oder sibirischer Lärche, wird in Deutschland nachhaltig geforstet. D. h. die Zukunft der ökologischen und wirtschaftlichen Nutzung des Waldes bleibt im Gleichgewicht.

An einer Terrasse aus Robinie werden Sie lange Freude haben und Sie tragen nicht zur Rodung des Regenwaldes bei.

Keilgezinkte Terrassendielen aus Robinie und Edelkastanie

Ergänzend zu Systemen mit stirnseitigen Nut- und Federverbindungen zur Endlosverlängerung, können auch keilgezinkte Dielen beim Terrassenbau verwendet werden. Diese gibt es in den Holzarten Robinie und Kastanie in den Längen 3.000, 4.000 und 5.000 mm.

Eine sehr große Sicherheit gewährt das geprüfte Leimsystem, welches sich sehr gut für die Verleimung der Robinie und Kastanie eignet. Hierbei wird ein entsprechendes Behandlungsverfahren der Hölzer angewendet. Dieses System ist für die Verlegung der Hölzer im bewitterten Außenbereich entwickelt worden.

Mit diesem Produkt erhalten Sie eine langlebige Terrassendiele mit hervorragender Haltbarkeit.

 

Vorteil:

  • Bei der Verlegung haben Sie bereits den Vorteil, daß Sie bei der Planung der Unterkonstruktion keine Stöße beachten müssen. Sie brauchen lediglich einen Abstand von ca. 400 mm von Mitte UK zu UK einzuhalten.
  • Lange bzw. große Terrassen lassen sich so schnell und unkompliziert verlegen und durch das Klammersystem an der seitlichen Nut mit der nichtsichtbaren Befestigung montieren.
  • Auf Balkonen haben Sie nun den Vorteil relativ lange Stücke komplett zu verlegen und Sie haben keine sichtbaren Stöße mehr auf solchen Flächen.

 

Allgemeine Hinweise:

Keilgezinkte Terrassendielen können durch die Verwendung von Einzelhölzern gewisse Farb- und Strukturunterschiede aufweisen.

Rundstämme – natürliche Begrenzungen mit langer Haltbarkeit

Setzen Sie Grenzen und teilen Sie Ihren Garten optisch etwas ab oder fassen Sie bestimmte Teile ein. Rundstämme aus Robinie oder Edelkastanie, naturbelassen, entrindet und geschliffen, haben eine sehr lange Haltbarkeit und sorgen für eine natürliche Optik in Ihrem Garten.

Fassen Sie beispielsweise Ihren Vorgarten mit diesen Stämmen ein, legen diesen vorher mit einem Wurzelschutzvlies aus und schichten anschließend Steine, Kies oder Rindenmulch auf. Hier und da nun ein paar blühende Sträucher je nach Geschmack und schon haben Sie mit wenig Aufwand Ihren Garten sehr viel pflegeleichter organisiert.

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Auch wenn diese Stämme immer im feuchten Erdboden liegen, haben Sie eine lange Lebensdauer. Die Robinie hat die Haltbarkeitsklasse 1-2 und kann somit sogar zum Bau von Garten-Hochbeeten verwendet werden. Hierzu brauchen Sie die Stämme nicht chemisch vorher zu behandeln.

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Natürlich können Rundstämme auch hochkant im Boden befestigt werden um Zaunelemente oder rustikale Fahnenmasten zu erstellen. Hierzu empfehlen wir die Enden die in den Boden kommen etwas abzuflammen.

 

Da es sich bei der Robinie und Kastanie um gerbsäurehaltige Hölzer handelt, sollte man damit rechnen, daß diese evtl. anfänglich etwas Holzlohe ausspülen. Dies ist ganz normal und nicht schlimm. Angrenzende Bauteile können mit speziellem Reiniger wieder komplett gesäubert werden.

 

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Naturbelassene Rundstämme eignen sich auch optimal zum Bau von Spielgeräten auf Spielplätzen.

 

Herbst- / Winterpflege der Terrasse

Um die Terrasse gut für den Herbst und den Winter vorzubereiten sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Räumen Sie Ihre Terrasse möglichst vollkommen ab
  • Befreien Sie die Oberfläche von Schmutz, Laub, Unkraut und Moos
  • Überprüfen Sie ob die seitliche Unterlüftung der Dielen gewährleistet ist, so daß diese an trockenen Tagen gut abtrocknen können.
  • Eventuell streichen oder ölen Sie Ihre Fläche noch einmal in diesem JahrP1140081

Blumentöpfe, Gartenmöbel oder andere Dekorationen die auf dem Deckbelag stehen, hinterlassen oft sichtbare Flecken, Ränder bzw. Verfärbungen. Um eine weitere Veränderung zu stoppen, sollten während der Herbst- Winterzeit diese Gegenstände entfernt werden.

 

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Durch eine eventuelle Reinigung mit dem Hochdruckreiniger können Flecken, Unkraut, Schmutz und Staub fast vollständig entfernt werden. Sollte das Resultat noch nicht für Sie zufriedenstellend sein, so kann eine Nachbehandlung mit einem Entgrauer erfolgen.

Da Ihre Terrasse nun wieder vollkommen gereinigt ist, empfiehlt es sich die Terrasse zu ölen. Die Oberfläche muß vor dem Anstrich wieder komplett trocken sein. Eine geölte Oberfläche verringert wesentlich das Eindringen von Regenwasser dies ist gerade wichtig für die entstehenden Regen und Schneebelastungen auf der Terrassenfläche.

Wir wünschen Ihnen schon jetzt einen schönen Herbst und eine besinnliche Adventszeit.

Robinie Terrassenbelag

Die Robinie eignet sich als Terrassenbelag hervorragend durch ihre lange Haltbarkeit von ca. 25 Jahren und mehr. Es ist ein einheimisches Holz mit einer Haltbarkeitsklasse 1.

Der Baum:DSC_0092

Durch den französischen Hofgärtner Robin im 17ten Jahrhundert wurde dieser Baum von Nordamerika nach Europa eingeführt. Ursprünglich als Zierbaum in Paris verwendet, entdeckte man schnell die Vorzüge der neuen Baumart. Auf kargen Sandböden, wo keine Baumart sich erfolgreich anpflanzen lies, zeigte sich die Robinie als sehr geeignet. Als so genannte Pionierpflanze hat sie die Fähigkeit Stickstoff aus der Luft an der Wurzel zu binden. Sie kultiviert den Boden und schafft gute Voraussetzungen für weitere Pflanzen.

Mit sehr rauen Rindenvertiefungen und dem ungleichmäßigen Wuchsverhalten, wie Krümmung, Schlangenwuchs und Zwieselbildung unterscheidet sie sich in ihrer Erscheinung wesentlich von allen sonstigen heimischen Baumarten.

Das Holz:

In verschiedenen Farbtönen – von grün gelblich bis hin zu Brauntönen – zeigt sich das Holz der Robinie. Die vorhandene UV-Einstrahlung lässt jedoch relativ schnell eine einheitliche Oberflächenansicht entstehen. Das reine Holz weist mit einer Rohdichte von ca. 0,78 gr / dm³ eine sehr hohe Härte auf. Mit ihrer sehr hohen Haltbarkeit (Resistenzklasse 1-2) ist sie das dauerhaft- teste Holz europaweit. Die technischen Werte sind vielen Tropenhölzern überlegen. Selbst im direkten Bodenkontakt als geschälter Pfahl können diese jahrzehntelang genutzt werden.

Zu beachten ist, wie bei vielen Laubbaumarten, das Auswaschen von Holzinhaltsstoffen (Gerbsäure).

 

Die Terrasse:CIMG3598

Beim Bau der Terrasse ist es wichtig bei der Unterkonstruktion auf einen effektiven Holzschutz zu achten. Die Unterkonstruktion sollte keine Staunässe haben und beispielsweise mit Gummipads unterlegt werden. Eine Unterkonstruktion mit Auflagesteg verhindert das komplette Aufliegen der Deckdielen, so können die Dielen auch auf der Unterseite bei einer guten Unterlüftung abtrocknen.

Der Terrassenbelag (Deckdielen) kann nun auf zwei verschiedene Weisen befestigt werden:

  1. Durchgehende Verschraubung (von oben auf der Diele sichtbar / Diele wird angebohrt)
  2. Klammerbefestigung (Diele wird seitlich mit der Unterkonstruktion in einer Klammer verschraubt und ist von oben auf der Diele nicht sichtbar)

Im Anschluss an die Verlegung des Belages sollte nun eine Behandlung mit einem Holzpflegeöl erfolgen um eine Bildung von Bläue, Pilzen und Fäule vorzubeugen. Dies kann in einem Naturfarbton erfolgen um die Facetten der Robinie zu erhalten.

Behandlung mit Entgrauer

Natürlich kann man den Anstrich in den folgenden Jahren auslassen und die Terrasse auf natürliche Weise vergrauen lassen. Dies ist eine Sache des persönlichen Geschmackes. Eine vergraute Terrasse kann man auch im Nachhinein wieder frisch aussehen lassen, wenn man sie mit einem Dampfstrahler abdampft und evtl. je nach Fortschritt der Vergrauung mit einem Entgrauer (Oxalsäure) behandelt.

Verlegevarianten

Verlegevarianten von Terrassenböden

Die Verlegeweise von Terrassendielen ist maßgeblich mitentscheidend für die spätere Optik einer Holzterrasse. Nachfolgend eine Zusammenfassung verschiedener Verlegevarianten bzw. Ausführungen:

1. Terrassenprofile in langen Längen von 3 – 6 m.

Durchgehend und von oben verschraubt oder geklammert. Wird heute noch sehr oft in dieser Form montiert. Nachteil meist – je länger die Dielen umso größer ist die Gefahr, dass diese auch krumm sein können. Dies erfordert einen gewissen Mehraufwand bei der Verlegung.

2. Terrassenprofile als Kurzlänge bzw. Systemdiele

Kurzlängen: sind Profile welche stirnseitig nur gekappt sind – nur mit offener Fuge verlegbar.

Systemdielen: verfügen stirnseitig über ein Nut- und Federstecksystem. Können somit endlos miteinander verlegt werden und  ermöglichen so verschiedene optisch sehr unterschiedliche Verlegevarianten.

2.1.) Verlegung mit gleichmäßig versetztem Fugenbild und geschlossener Fugeversetzte und geschlossene Fuge

Der Stoß einer jeden 2. Reihe wird versetzt angeordnet. Hierzu eignen sich sehr gut sogenannte Rastermaße. Bei einem Abstand von 400 mm von Mitte Unterkonstruktion zur nächsten mittigen Unterkonstruktion sind die Längen 1.200 / 1.600 / 2.000 und 2.400 mm miteinander kombinierbar. Insgesamt entsteht ein relativ gleichmäßiges Erscheinungsbild.

Werden überwiegend 2.000 + 2.400 mm montiert, so sind weniger Fugen vorhanden; es entsteht ein relativ ruhiges Flächenbild.

 

2.2.) Alternativ mit gleichmäßig versetztem Fugenbild und offener Fuge versetzte und offene Fuge

Offene Fugen wirken optisch stärker und gestalten eine Terrassenfläche auffälliger.

 

 

2.3.) Verlegung mit ungleichmäßig versetztem Fugenbild – geschlossene Fuge

Ist keine Gleichmäßigkeit gewünscht, so ist diese Möglichkeit sehr beliebt. Die Terrassenprofile werden aus den verschiedenen Rasterlängen ungeordnet montiert. Diese Variante ist mit geschlossenem Fugenbild empfehlenswert.

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2.4.) Verlegung in einer Fugenreihe

Wirkt insgesamt sehr ruhig. Mit offener oder geschlossener Fuge möglich. Auch können die einzelnen Felder in unterschiedlichen Längen ausgeführt werden. Sogenannte Zwischenlängen (z. B. 1.300 oder 1.400 mm) bieten sich hier ebenfalls an.

 

2.5.) Verlegung in einer Fugenreihe mit Querprofil            Neu !!eine Fugenreihe mit Querdiele

Eine der modernsten Verlegeformen – sehr hochwertig und individuell. Kann sehr schön an eine jeweilige Terrassenfläche angepasst werden. Eine spezielle Montageanleitung leistet sehr gute Unterstützung im Aufbau. Es besteht die Möglichkeit gewisse Unterkonstruktionsteile passend im Werk hierzu bereits vorzubereiten. Als Querprofile stehen verschiedene Abmaße (60 / 80 / 120 mm ) zur Auswahl.

Allgemeine Infos zu den vorliegenden Verlegevarianten:

Offene / geschlossene Fugen:

– Offene Fugen ermöglichen ein besseres Abtrocknen an den Profilenden.

– Terrassenprofile aus Holz weisen bei längeren Trocken- bzw. Regenphasen ein sogenanntes Schwund- und Quellverhalten auf. Dieses Schwinden und Quellen kann bei geschlossenen Fugen an den Stößen zu kleinen Abständen bzw. zu einem geringen Verzug der Profilenden führen. Bei offenen Fugen ist dies im Prinzip nicht bzw. kaum sichtbar. Bei geschlossenen Fugen wirkt dies etwas auffälliger.

Wichtig:

Wir empfehlen vor der Montage die Profilenden mit einem Hirnholzschutz zu versehen, unabhängig der Verlegeform.

Klammerbefestigung oder durchgehende Verschraubung:

Eine durchgehende Verschraubung ist stets die günstigste Form der Befestigung, auch lassen sich Terrassenprofile leichter austauschen, falls erforderlich. Nachfolgend jedoch auch einige Nachteile, welche eine durchgehende Verschraubung mit sich bringen kann:

  • Bei den Varianten 2.1. / 2.3. / 2.4. sind mehr Unterkonstruktionsreihen erforderlich.
  • Durch den Schraubendruck an den Befestigungspunkten, neigen diese zu einer verstärkten Spreißelbildung in diesem Bereich.
  • Je nach Holzart können die beiden Befestigungsschrauben an den Profilenden eine vermehrte Rißbildung entstehen lassen.
  • Das natürliche Schwund- und Quellverhalten kann in Abhängigkeit von Holzart und Einbaufeuchte Scherkräfte entstehen lassen, welche zum Abriss von Schrauben führt.
  • Letztendlich wirken Oberflächen ohne sichtbare Schraubenköpfe natürlicher und hochwertiger.

Frühjahrsputz

Frühjahrsputz

nicht nur im Haus – auch im Garten

Im Januar schauen wir nach vorne und harren dem Frühling entgegen. Endlich wieder Zeit im Garten und in der Sonne verbringen und dies auf der eigenen Terrasse. Vor dem Saisonstart sollte jede Terrasse einem Frühjahrsputz unterzogen werden.

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  • Die Umrandung, sowie die Terrassenfugen von Schmutz oder Blättern reinigen. So sorgen Sie wieder für eine optimale Hinterlüftung der Dielenunterseiten und der Unterkonstruktion. Nur wenn dies gegeben ist, kann das Holz gut abtrocknen und die Lebensdauer so erhalten werden.

 

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  • Verschmutzungen der Oberfläche können mit einem speziellen Dampfstrahler zur Terrassenreinigung (geringerer Wasserdruck als bei einem normalen Dampfstrahler) entfernt werden.

 

 

  • In einzelnen Fällen bilden sich in der feuchten Jahreszeit dunkle Flecken auf der Oberfläche. Diese sind Bläuepilze und können mit einem Holzentgrauer (Oxalsäure) nach Anleitung entfernt werden. Der Entgrauer wird aufgetragen, einmassiert und gut abgespült.

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  • Eventuell möchten Sie nach der Reinigung Ihrer Terrasse auch einen Neuanstrich verpassen. Dem spricht natürlich nichts entgegen und so sieht Ihre Terrasse auch wieder aus wie neu. Lassen Sie hierzu die Terrasse vollständig abtrocknen und verwenden Sie eine Ölhaltige Lasur mit Wirkstoffen gegen Bläue und Fäule.

Mit etwas Pflege, haben Sie lange Freude an Ihrer Terrasse

Holzfassaden

Eine der ältesten Formen der Hausverkleidung ist die Holzfassade. Funktional und relativ einfach gehalten gilt sie bis heute als zuverlässige und langlebige Schutzhülle eines Hauses.

In der Vergangenheit wurden relativ einfache Formen (z.B. sägeraue Bretter horizontal oder vertikal) mit zum Teil blanken Nägeln verbaut.

Durch die zunehmende Technisierung der Holzbearbeitungsmaschinen fanden sich neuartige Profilierungen, welche keinesfalls mehr den typischen rustikalen Charakter früherer Fassaden ähneln.

So hat sichHolzfassade aus Lärchenholz, Robinienholz, Edelkastanie, Douglasie mittlerweile das horizontal montierte Rautenprofil eine kleine Vormachtstellung unter einer Vielzahl vorhandener Fassadenprofilen erkämpft.

Hoch modern passend zu dem heutigen Baustil. Auch in Verbindung mit einer Wärmedämmung ist eine relativ einfache und kostengünstige Montage möglich.

Die Holzfassade wurde früher der Witterung ohne weiteren Schutz ausgesetzt. Die Oberflächen vergrauten. Je nach Witterungseinfluss durch Sonne und Regen vergraut das Holz unterschiedlich stark. Vor allem bei nach Süden ausgerichteten Holzfassaden entstehen oft unterschiedlich vergraute Flächen, verursacht durch „Schattenwurf“ von Dachvorsprüngen und Fensterbänken.

Zur Verringerung bzw. Beseitigung dieser Erscheinung bieten heute Farbhersteller verschiedene Varianten an:

Dickschichtlasur:
Ein hoher Festkörperanteil in der Farbkomponente sorgt für eine deckende Schicht auf der Holzoberfläche. Im Regelfall werden hierbei Hölzer eingesetzt, welche keine bzw. geringere Harzanteile besitzen, sowie ein ruhiges Schwund- und Quell -verhalten aufweisen. Somit verringert sich die Gefahr von Rissbildung. Entstehen Risse kann bei dieser Auftragsform Fäulnis in diesem Bereich entstehen. Auch sind Lösungserscheinungen der Farbbeschichtung möglich.

Dünnschichtlasuren:
Der geringere Anteil an Festkörpern erhält den typischen Holzcharakter der Oberfläche. Hierbei können auch harzreiche Nutzhölzer zur Verwendung kommen wie Douglasie oder Lärche. Am Markt werden lösemittelhaltige und wasserbasierende Lasuren angeboten.

Unsere Erfahrungswerte haben gezeigt, dass mit guten wasserbasierenden Lasuren längere Wartungsintervalle zu erreichen sind als mit Lösemittelbasierenden. Dies steht jedoch etwas in Abhängigkeit von Holzart und Farbhersteller

Besonders empfehlenswert sehen wir Lasuren mit enthaltenen bioziden Wirkstoffen. Diese gewährleisten zusätzlich einen wirksamen Schütz gegen Bläue oder Fäulnisbildung.

Dieser Schutz kann ansonsten nur mit einem zusätzlichen Auftrag ( vor dem ersten Farbaufstrich ) einer Grundierung erreicht hat werden.

Neben all den farblichen Möglichkeiten wird zurzeit gerne ein Erstauftrag durchgeführt mit anschließender natürlicher Vergrauung. Der Anstrich bewirkt dass die oben genannten Nachteile wie farbliche Unterschiede (heller Bereich unter dem Dachunterstand sowie dunkler im direkten bewitterten Bereich) wesentlich reduziert werden können. Hierzu stehen spez. Vergrauungslasuren zur Verfügung. Mit dieser Möglichkeit lässt sich der Pflegeaufwand sehr weit einschränken.

Fazit:
Eine Dickschichtlasur weist einen längeren Schutz gegen Witterung und Vergrauung auf als eine Dünnschichtlasur. Wird jedoch eine erforderliche Nachpflege nicht rechtzeitig durchgeführt, so wird oft ein Abschleifen der Holzprofile erforderlich. Dies stellt im Regelfall einen erheblichen Aufwand dar.

Grundsätzlich sehen wir den Umgang mit der Dünnschichtlasur besser für den Endkunden geeignet.

Besonders empfehlenswert und sehr hilfreich ist ein werkseitiger Erstauftrag ( Dünnschicht sowie Dickschicht ). Sollte spez. beim Hersteller angefragt werden.

Die Holzarten Lärche und Douglasie zeigen sich als Fassadenhölzer als eine relativ haltbarerer Variante. Noch längere Haltbarkeiten erreicht man mit den einheimischen Holzarten Robinie und Kastanie.

Für deckenden Anstriche sind diese aufgrund der vorhandenen Holzinhaltsstoffe (Lärche / Douglasie = Harz sowie Kastanie / Robinie = Holzlohe) die genannten Holzarten weniger geeignet. Nähere Detail hierzu bitte direkt anfragen.

Im deckenden Bereich kommt überwiegend die Fichte oder Tanne zur Verwendung. Beide Holzarten weisen eine nur geringe natürliche Haltbarkeit auf und sind auf den deckenden Farbschutz angewiesen.

Holzentgrauer mit Oxalsäure

vergraute Terrasse vor der Reinigung mit Holzentgrauer

vergraute Terrasse vor der Reinigung mit Holzentgrauer

Wir haben in einigen Artikeln gezeigt, dass es möglich ist, vergraute Terrassenfläche zu reinigen und und ihnen ihr ansprechendes Aussehen wiederzugeben. Auch unschöne schwarze Flecke und Verfärbungen z.B. durch Eisenspäne können mit dem passenden Produkt entfernt werden. Dazu bieten sich sogenannte Holzentgrauer an, welche im allgemeinen Oxalsäure enthalten.

Oxalsäure wurde früher auch Kleesäure genannt, da sie erstmals im Sauerklee (Oxalis acetosella) entdeckt wurde, was auch den gebräuchlichen Namen erläutert. Sie ist u.a. auch in Rhabarber und anderen Knöterichgewächsen zu finden.

gereinigte, noch feuchte Terrasse nach der Behandlung mit Holzentgrauer

gereinigte, noch feuchte Terrasse nach der Behandlung mit Holzentgrauer

Im Terrassenbau wird Oxalsäure als Bleiche zur Entfernung der dunklen (blau-schwarzen) Flecken verwendet, die durch die Reaktion der Gerbsäuren, die vor allen in Laubhölzern wie Eiche, Edelkastanie, Robinie vorkommt, mit den Metallionen z.B. von eisenhaltigen Schleifspänen oder Werkzeugen hervorgerufen wurden. Aber auch die durch die Witterung vergraute Oberfläche kann mit Hilfe von Oxalsäure wieder aufgefrischt werden.

Nach der Reinigung unbedingt ein entsprechendes Holzpflegeprodukt wie z.B. Imprägnierlasur aufbringen, um die Terrasse vor einer vorschnellen Vergrauung und weiteren Reaktionen mit Eisenionen zu schützen.

Passende, von uns empfohlene, Produkte werden u.a. im Shop www.terrassen-fassaden.com in der Rubrik Zubehör angeboten.