Der Holzspezialist

Mit Holz gestalten

Robinie – wie verhält es sich mit dem Verdrehen des Holzes?

Heute möchten wir eine Kundenanfrage zu unseren Robinien Terrassendielen als Anlass für diesen Artikel nehmen. Hier das Zitat aus der Email:

„ Ich denke, von der Haltbarkeit im Freien gibt es keine Probleme. Allerdings hatte ich ein Gespräch mit einem Bekannten der viel mit Holz arbeitet. Der vertat die Ansicht, dass sich Robinie sehr stark verwindet und dreht. Er hat einen Bekannten, dem dies so ergangen ist. Was können sie mir dazu sagen? Gibt es in diese Richtung irgendwelche Garantien?

Dies ist eine wichtige Frage, mit der man sich prinzipiell beschäftigen sollte, wenn man sich für Holz als Terrassenbelag, statt Stein oder Kunststoff, entschieden hat.

Robinie wie auch jedes andere Holz arbeitet durch die natürlichen Witterungseinflüsse wie Austrocknung durch Sonne und Wärme und durch die Aufnahme von Feuchtigkeit durch z.B. Regen. Dies gilt in besonderem Maße für frisch verarbeitetes Holz, welches also ohne vorherige natürliche und/oder künstliche Trocknung (auf einen Restfeuchtegehalt von etwa 14-20%) verarbeitet wurde. In getrocknetem Zustand verbaut, hat sich die Robinie als sehr stabil gezeigt, da sie dann nur noch wenig Wasser aufnimmt, was das Arbeiten des Holzes und somit eventuellen Verzug und Verdrehung deutlich minimiert.

Eine Terrasse aus Robinie

Eine Terrasse aus Robinie – bei korrekter Verlegung ist ein Verdrehen der Dielen weitestgehend ausgeschlossen

Da die sich entwickelnden Kräfte auch von der Stärke (Dicke) des Holzes abhängig sind, spielt der verwendete Querschnitt des Holzes ebenfalls eine Rolle. Um das Arbeiten des Robinienholzes so zu minimieren, dass ein Verbauen als Terrassendiele ohne Probleme möglich ist, bieten wir unsere Terrassendielen mit folgenden konstruktiven Merkmalen an:

  • Die Robinie (wie auch alle anderen unserer Terrassendielen) wird getrocknet mit einer mittleren Holzfeuchte von 14 – 20% ausgeliefert
  • Die Rückseite der Terrassendielen sind mit Entlastungsnuten ausgestattet, welche die sich entwickelnden Kräfte aufnehmen
  • Es wird ein etwas schwächeres Holz mit einem Querschnitt von 20 x 120 mm angeboten. Das Holz weist dadurch eine geringere Dynamik auf
  • Es besteht die Möglichkeit, bei Robinie– wie auch bei Terrassendielen aus Edelkastanie auf 80 mm schmale Dielen auszuweichen, da bei diesen in noch geringerem Maße ein Verzug möglich ist.
  • Für bestimmte Flächen eignet sich auch der Terrassenbelag LunaSystem. Durch die seitliche Nut und die vollflächige Verlegung ist der Verzug noch weiter verringert. Jedoch ist bei dieser Verlegeart darauf zu achten, dass die Fläche keiner Staunässe ausgesetzt ist.
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