Der Holzspezialist

Mit Holz gestalten

Wissenswertes über Brennholz

Ein Schüttraummeter Brennholz

Ein Schüttraummeter Brennholz wie er in unserer Produktion anfällt

Als Brennholz bezeichnet man Holz in seiner ursprünglichen, natürlichen Holzstruktur, welches man zum Heizen oder Kochen in einem so genannten Nutzfeuer verbrennt. Entscheidend für den Wert und die Eignung von Holz als Brennholz ist zum einen dessen Heizwert. (Das ist die Wärmemenge, welche bei der Verbrennung von 1 kg des Brennstoffes freigegeben wird.), wie auch die Brennart und -dauer des Holzes und die entstehenden Gerüche.

Qualität des Brennholzes
Die Qualität des Brennholzes wird entscheidend durch den Anteil des Wassers an der Gesamtmenge bestimmt. Eine hohe Feuchtigkeit des Holzes bedeutet unter anderem, dass ein Teil der entstehenden Wärme für die Verdunstung des Wassers verbraucht wird und deshalb nicht als Wärme an die Umgebung abgegeben wird. Luftgetrocknetes Brennholz hat im Durchschnitt einen Heizwert von 4 kWh/kg, frisch geschlagenes Brennholz mit einen Wassergehalt von 50% und mehr nur ca. 2 kWh/kg. Deshalb ist es sehr wichtig, nur getrocknetes Holz zu verbrennen und Brennholz auch entsprechend trocken zu lagern. Feuchtes Holz kann außerdem zu höheren Emissionen und aggressiven Ablagerungen in Ofen oder Kamin führen. Der Heizwert pro Volumeneinheit (z.B. Raummeter) des Brennholzes steigt mit der Dichte des Holzes, d.h. Harthölzer wie Robinie, Buche, Eiche haben diesbezüglich einen höheren als Weichhölzer wie Pappel oder Weide.

Verkaufsmaße
Beim Kauf von Brennholz ist außerdem zu beachten, dass Brennholz in verschiedenen Verkaufsmaßen angeboten wird. Man unterscheidet hierbei zwischen Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter.

  • Festmeter = 1m x 1m x 1m reines Holz ohne Hohlräume
  • Raummeter, auch Ster genannt, = 1m x1m x 1m  lose geschichtetes Holz mit Hohlräumen
  • Schüttraummeter = 1m x 1m x 1m lose geschüttetes Holz mit Hohlräumen. Die Menge des Brennholzes in einem Raummeter ist deshalb sehr von der Form und der Stärke des Holzes abhängig.

Laub- oder Nadelholz – welches Brennholz wählen?
Nadelholz brennt auf Grund des hohen Gehaltes an Harzen gut an und verbrennt auch sehr schnell. Kienspäne eignen sich deshalb ausgezeichnet zum Anzünden eines Feuers. Nachteil dieses Holzes ist, dass es zum Spritzen neigt und deshalb nicht so gut für offene Kamine geeignet ist.

Laubhölzer wie Buchenholz und andere Harthölzer (z.B. Robinie, Esche, Ahorn) brennen sehr gleichmäßig und fast ohne Funkenspritzer, so dass sie sehr gut für alle Arten von Öfen und Kaminen geeignet sind. Da Buchenholz langsam und gleichmäßig mit einem schönen Flammenbild brennt und auch viel Glut entwickelt, ist dieses Holz bestens für die Wärmeerzeugung geeignet. Auch sehr gut als Kaminholz geeignet ist Birkenholz, da es nicht spritz und mit einem angenehmen Geruch verbrennt.
Eichenholz ist ebenfalls gut für die Wärmegewinnung geeignet. Doch auf Grund des weniger schönen Flammenbildes und des entstehenden Geruches ist es nicht für offene Kamine zu empfehlen.

Dicke oder dünne Scheite, was ist besser?
Wie schnell ein Holz verbrennt hat unter anderem auch etwas mit der Oberfläche der Holzscheite, also dem Kontakt zum umgebenden Luftsauerstoff zu tun. Dünne Scheite besitzen im Vergleich du dicken Scheiten pro kg Holz eine große Oberfläche und verbrennen deshalb schneller als dicke Scheite. Die im Holz gespeicherte Energie wird also innerhalb kürzerer Zeit freigesetzt als die gleiche Energiemenge in dicken Scheiten einer Holzart vom gleichen Gesamtgewicht. Dünne Scheite eignen sich deshalb besonders zum Anzünden und wenn es schnell warm werden soll, dicke Scheite sind besser geeignet, eine gleichmäßige Wärme über einen längeren Zeitraum zu erzeugen.

Weitere interessante Ausführungen zu Thema Brennholz finden Sie unter anderem auf der Seite von Wikipedia, wo auch der Begriff Heizwert noch genauer erläutert wird. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hat ein Merkblatt zum Thema Brennholz veröffentlicht. Ein Teil der hier zur Verfügung stehenden Information beruht auf diesem Merkblatt.

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Eine Antwort zu “Wissenswertes über Brennholz

  1. Pingback: Ein Kaminfeuer – lebendige Wärme | Der Holzspezialist

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